Donnerstag, 12. Februar 2009

Griechenland – Nationaler GF-Ausbau in Planung

Griechenland plant eine nationale Initiative für den Aufbau eines landesweiten GF-Netzes.
Das Netz soll ca. 2 Mio. Haushalte umfassen (sogenannte „homes passed“) in Athen, Thessaloniki und 50 weiteren Städten – verteilt über das ganze Land (inkl. Kreta und andere Inseln).
Das Projekt ist derzeit in Abstimmung mit dem Wettbewerbskommissariat der EU. Der Plan sieht Investitionen von insges. 2,1 Mrd. € vor. Ein Drittel davon (~ 700 Mio. €) will Griechenland als Fördersumme in das Projekt investieren. Dabei sind drei EU-weite Ausschreibungen geplant, auf die Konsortien Angebote abgeben können. Diese Konsortien sollen dann als Infrastruktur-Provider das Netz realisieren.
Sie müssen sich verpflichten, das Netz in Form eines Open Access Geschäftsmodells zu öffnen. Vorgesehen ist ein passives optisches Punkt-zu-Punkt-Netz. Damit soll sicher gestellt werden, dass die Netztopologie keine impliziten Vorgaben für die aktive Technik (Ethernet oder GPON etc.) macht und die Netzbetreiber später frei in der Technikwahl sind. (Uns erscheint das als teurer Ansatz, der aber viele technische Möglichkeiten bietet)
Die Vertragsdauer für die geplante PPP-Lösung beträgt 30 Jahre, die Aufbauzeit beträgt max. 7 Jahre, wobei die Zahlungen staatlicherseits an Performance-Indikatoren geknüpft sind, wie Anzahl der erschlossenen Gebäude etc.

Ein Teil der staatlichen Förderung geht in die Infrastruktur-Provider, ein anderer steht den Hauseigentümer für die Realisierung der vertikalen Inhouse-Verkabelung zur Verfügung.

Interessant zu wissen wäre, wie die DTAG (der seit kurzem die griechische Telefongesellschaft OTE zu einem großen Teil gehört) auf diese Pläne reagieren wird. Wenn einer unserer Leser hier Hinweise hätte, wären wir darüber dankbar.

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