- es gibt ein VDSL-Netz - das reiche doch aus (unabh. von den nvielen operativen Problemen)
- es gebe keine Anwendung, die die verfügbare Bandbreite bei FttH überhaupt benötige (als ob man ein neues Netz auf die Bedürfnisse von heute, und nicht von MORGEN auslegen würde)
- Stromfirmen (wie die EnergieWerkeZürich - EWZ es sind) haben keine Ahnung von Netzen (gefährliche Argumentation aus unserer Sicht - siehe in D z.B. EWE)
Derzeit, so M. Rocbadey, gebe es in der Schweiz eine große Diskussion über Breitbandnetze und insbes. über FttH. So sei erst vor wenigen Tagen (letzten Sonntag) in St. Gallen eine Volksabstimmung über den Bau eines FttH-Netzes mit 82% Zustimmung ausgegangen. Hier wird dman dem Beispiel Zürich also folgen.
Das Geschäftsmodell bei Zürinet sei OpenAccess. Eine vertikale Integration sei nicht gewünscht. Konkret wird in Zürich eine P2p-Architektur realisiert, auf der Carrier Ethernet als L2 VPN realisiert wird. Oder anders: die Service-Provider bekommen einen definierten Bitstream-Access zum Endkunden, aber keine nackte Faser, wie z.B. in den Niederlanden vom Regulierer geplant. EWZ selbst hälte keine Endkundenbeziehungen - diese sind den Serviceprovidern vorbehalten. Der Umsatzstrom verläuft vom Endkunden über den Serviceprovider zu EWZ.
Leider gab es wenig Detail zu Finanzierung, zum Planungs- und Baufortschritt oder zur Vergabepraxis. Aber generell zeigt das Projekt: politischen Willen vorausgesetzt, sind auch größere Infrastrukturen realisierbar, wenn sich der Incumbent nicht bewegt. Auf die wartet in den meisten Ländern niemand mehr.
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