Freitag, 13. Februar 2009

FttH – moralisch gute Technik?

Der nächste Beitrag behandelte die (erhofft positiven) sozio-ökonomischen Einflüsse von FttH auf Basis einer Ovum-Studie. Das FttH-Council wollte wissen, ob und wenn ja welche positiven Einflüsse FttH-Netze auf die sozio-ökonomische Situation in der jeweiligen Gegend hat. Das Ergebnis hat uns leider nicht überzeugt. Natürlich sind Effekte wie Kostensenkung und höhere Geschwindigkeiten nachweisbar – und damit ist ein höherer Kundennutzen ableitbar. Aber direkte positive Einflüsse konnten nicht festgestellt werden – u.E. auch aufgrund der Vorgehensweise der Studie. Letztlich sind alle untersuchten Dienste auch mit anderen Breitband-Technologien möglich.

Interessant wiederum war die Aussage, dass einer Gemeinde im ländlichen Raum nach der Realisierung des neuen Netzes die Bevölkerung wieder anfing zu wachsen (+ 7%); und dass sich neue Gewerbebetriebe ansiedelten (+ 6 – 14%).

Auch wenn ein Kommentar hier "pro domo" verstanden werden kann, wollen wir nicht verschweigen, dass uns der OVUM-Ansatz nicht überzeugt hat. Es fehlte u.E. (bzw. war nicht erkennbar) die statistische Grundlagenarbeit. Wir wären interessiert gewesen, von der Soziographie her vergleichbare Gemeinden mit und ohne FttH-Versorgung verglichen zu sehen. Wir waren gespannt auf Untersuchungen zum volkswirtschaftlichen Beitrag von FttH-Netzen etc. Nichts von alle dem. Aber bevor wir harte Kritik formulieren, versuchen wir die Studie und ihren Ansatz besser zu verstehen und machen ggf. einen neuen Vorschlag :-)

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