Mittwoch, 28. Januar 2009

„Einer gegen Alle – Alle gegen Einen“

Die Hessen Agentur lud zu einem TK-Dialog am 22.01.09 nach Frankfurt unter dem Thema:
subnationale Märkte und regionalisierte Regulierung

In der Einleitung von Hrn. Frey, Referatsleiter für Telekommunikation im HeMWi, wurde (wieder mal …) die „Bedeutung des TK Marktes“ betont.

Die Vorträge waren (bis auf den einen :-) recht interessant.

Zunächst stellte Hr. Dr. Schwarz, RTR, Wien: „Erfahrungen mit regionalisierter Regulierung in Österreich“ vor.
  • Fazit: gut gemeint, aber im Dezember vom österreichischen Verwaltungsgerchtshof einkassiert.
  • Im einzelnen: es sollten Mietleitungen und Breitband-Vorleistungen regional reguliert werden.
  • Grund: Wettbewerbsunterschiede zwischen Ballungsgebieten und dünn besiedelten Gebieten. In Ballungsgebieten existieren Skalenvorteile, mehr Wettbewerber etc…
  • Problem der Marktabgrenzung als Entscheidungskriterium: Kleine Einheiten schneiden, homogene „Märkte“ definieren, dann Regulierungsgrenzen festlegen: alles nicht so einfach.
  • Der Markt wurde definiert als Kombination aus Produkt plus Geografie; der Nationale Markt war keine Hilfe, da Telekom Austria (TA) auf jeden Fall marktbeherrschend.
Weiteres Problem war die Festlegung der betroffenen Produkte / Technologien. So waren Endprodukte, Bitstream und alternative Zugangstechnologien in der Betrachtung. FttC und Mobilfunk sind nicht drin in der Betrachtung.
Als Ergebnis fand das vorgeschlagene Regulierungsregime vor dem VwGH keinen Bestand (Urteil v. 17.12.08):
Begründung im Groben:
  • TA beherrscht Gesamtmarkt lt. Analyse,
  • die Gebiete wurden nicht hinreichend differenziert getrennt und deshalb sind die Auflagen nicht sauber begründet.
  • Fazit: Pech, und: bisher überhaupt kein erfolgreiches Beispiel….

Nächster Vortrag: Friedhelm Dommermuth, Bundesnetzagentur: Regionalisierung aus Sicht der Bundesnetzagentur“
Fazit: „Bisher keine Entscheidung getroffen zum Thema…..“

Auslöser der Analse: englische OFCOM grenzt subnationale Märkte bei Bitstromzugangsmarkt ab. Dh: Festlegung von Regionen, in denen die Bitstromzugangsregulierung aufgehoben ist.
Internationale Analysen: Belgien, Frankreich, Spanien, Niederlande, Portugal, Finnland. Die Meisten (außer Portugal und Finnland) regeln den Markt national, nicht regional.

Aktuelle Aktivität der BNetzA ist eine Marktuntersuchung zum Bitstromzugang.

  • Datenabfrage bei 86 Unternehmen,
  • Ergebnisse von 76 Unternehmen, davon
  • 49 Tal-Nachfrager,
  • 9 Kabel
  • plus „Anhörung“ zu Infrastrukturwettbewerb, - ausbau etc….
  • 17 Stellungnahmen sh Amtsblatt.

DT AG, u.a. gestützt durch Prof. von Weizsäcker, will eine regionalisierte Regulierung wg. differenzierter Submärkte („Ballungsgebiete raus aus Regulierung“).

Diskussionspunkte:

  • Fazit: es wird vieles intern in der Behörde diskutiert….
  • Wie geht’s weiter? Es werden Entwürfe erarbeitet….
  • Beiträge von Zuhörern (z.B. Colt): ATM Bitstrom Angebot von DT völlig inakzeptabel:
  • 1 mb als Garantie für GK nicht brauchbar.
  • Man sollte erst mal das Produktthema regeln und nicht schon vorher über Geografie nachdenken.
  • Ablehnung von Dommermuths Ansätzen wg. EU….

Nächster Vortrag: Hr. Kind, BV Breitbandkommunikation: „5 Thesen zur (gegen) regionale Regionalisierung“

  • „Regionalisierter Ansatz lässt sich nicht auf einzelne Vorprodukte beschränken (bspw. IP-Bitstream), Preise (auch TAL) in Städten werden sinken und auf dem Land steigen.
  • „Aufhebung der Tarifeinheit im Raum“ und steigende Endkundenentgelte in der Fläche, die nur bei DT zu Margenerhöhungen führen würden.
  • „Ausbau von GF in Ballungsräumen wird verlangsamt; Telekom preisstärker in Ballungsräume. Dh. Endkundenpreis und TAL-Preis sinkt, für Wettbewerber margenschädlich.“
  • „.Administrative und Transaktionskosten steigen“, Regulierung kostet auch bei TK-Unternehmen Geld ...
  • „Verzicht auf Regionalisierung führt nicht zur Wettbewerbsverzerrung" zugunsten Kabel und FTTB Betreibern.

FAZIT: Sehr gute Herleitung von Kausalketten, die nachweisen sollen, dass die Risiken die Vorteile bei weitem übersteigen und dass nur die Telekom Vorteile haben wird, die sie ausnutzen wird.

Nächster Vortrag: Dr. Jan Kranke, DT AG, Leiter Regulierung: „Notwendigkeit regionalisierter Regulierung im deutschen Bitstrom-Markt“

  • Behauptung: „DT geht nicht in Preiskampf, deshalb keine Angst, liebe Leute, wir sind doch die Guten…“
  • Und: DT hat keine Marktmacht mehr in Metropolen und es gibt Wettbewerb auf der TAL und ansonsten jede Menge Text in kleiner schrift und Schönreden des Magenta-Konzerns.
  • Fazit: „Alle sind gegen uns, wir sind deshalb für eine regionalisierte Regulierung“

Nächster Vortrag: Dr. Peya, IEN Initiative europäischer Netzbetreiber

  • Regionalisierung verfrüht.
  • Admin-Mehraufwand;
  • Qualitätsverlust in der Fläche;
  • Verstärkung des Digital Divide;
  • Gefahr des Leverage (Produktbündel durch Marktmächtigen aufgrund asymmetrischer Vorleistungspreise.
  • Und: Differenzierung zwischen PK und GK zwingend erforderlich: überregionale Nachfrage für GK Service Provider zwingend, dh. regionalisierte Produkte sind nicht gut für GK, da keine nationalen Produkte mehr möglich.
  • Regionale Preise und Lieferbedingungen benachteiligen alternative Anbieter nationaler Angebote …

Letzter Vortrag von Hrn. Stöber, AR von Arcor (keine Folien)

  • Fazit: Misstrauen ggü. Telekom, weil DT früher genau das Gegenteil erzählte wie bspw. heute abend und bei TAL-Preisen auf einheitlichem nationalen Niveau bestand.
  • Bei Bitstrom: das Gleiche …..
  • Fazit: Egal was zu tun ist: das Gegenteil von dem, was DT propagiert, ist für den Gesamtmarkt wohl die beste Lösung.

….. no comment ….

Zuletzt: Tischschilder für die Referenten wären toll gewesen …

Donnerstag, 15. Januar 2009

Konjunkturprogramm - was bringt das für Breitband?

Die Bundesregierung hat am Dienstag dieser Woche ihr Konjunkturprogramm II veröffentlicht. Und wir haben es sogar gelesen :-)
Worüber reden wir, wenn wir über das Konjunkturprogramm in Verbindung mit dem Breitbandthema reden? Wir verfolgen mit unserem Blog den Anspruch, Fakten zu vermitteln und unsere eigene Wertung dazu zur Verfügung zu stellen. Wir hoffen, dass wir beides so trennen, dass unsere Leser dabei nicht falsch informiert werden.

Insgesamt umfasst das Programm ein Investitionsvolumen von 14 Mrd. €. 4 Mrd. davon will der Bund direkt und selbst investieren. 10 Mrd. stehen in einem kommunalen Investitionsprogramm zur Verfügung für zusätzliche Investitionen der Kommunen und Länder. Dieses Programm soll mit 25% ko-finanziert werden durch die Länder (= 3,3 Mrd. €). Es gibt mehrere Investitionsschwerpunkte. Für Infrastrukturen (dabei u.a. Ländliche Infrastruktur und IT) stehen 35% (= 3,5 Mrd. €) zur Verfügung. Inwieweit hier z.B. die "weißen Flecken" addressiert werden sollen bleibt unklar, da nicht weiter thematisiert.

Wichtig erscheint uns die beschlossene Änderung der Wertgrenzen im Vergaberecht: statt der bisher üblichen Wertgrenze bei Bauleistungen von 20.000 € (tlw. auch 50.000) sollen zukünftig freihändige Vergaben bis zu einer Bauleistung von 100.000 € möglich sein. Beschränkte Ausschreibungen sind ausreichend bis zu 1 Mio. €. Bzgl. der Vergabe von Dienst- und Lieferleistungen gilt als neue Wertgrenze 100.000 €. Auch Vergabefristen können verkürzt werden. Diese neuen Regeln gelten vorerst für die Dauer von zwei Jahren.

Bzgl. Breitband selbst sagt das Konjunkturpaket II im Kapitel 6:
Breitbandausbau massiv vorantreiben, Versorgungslücken in der Fläche kurzfristig schließen (Bei vielen Landkreisen sind das tlw. über 50%! der Fläche). Forcierung von leitungsgebundenen und funkgestützten Hochleistungsnetzen.
Konkret:
  • bis 2010 sollen die bislang nicht versorgten Gebiete mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen abgedeckt sein.
  • bis 2014 sollen für 75% der Haushalte 50 Mbps zur Verfügung stehen (Download? Upload?).
  • bis 2018 sollen 50 Mbps für 100% zur Verfügung stehen.

Bis Mitte Februar will die Bundesregierung eine umfassende Breitbandstrategie vorlegen. Schwerpunkte:

  • Senkung von Investitionskosten
  • Förderaspekte
  • investitions- und wachstumsorientierte Regulierung

Über schnell greifende finanzielle Fördermaßnahmen für den Ausbau der Breitbandnetze will die Bundesregierung im Rahmen der Breitbandstrategie entscheiden.

Wir wollen nicht klein kariert erscheinen. Denn eigentlich freuen wir uns, dass die Politik der weißen Flecken und der Breitband-Infrastruktur insgesamt als Thema angenommen hat. Aber als Deutsche (die haben schließlich immer irgendwas :-) geben uns einige Punkte des Programms Anlaß zu Fragen:

  • Bzgl. des definierten Ziels für die Bandbreite: warum nur 50 M? Warum nicht 100? Oder weniger?
    Wir assoziieren mit der 50M-Grenze automatisch die VDSL-Architektur der DTAG. Mehr geht dort nicht - schon gar nicht in der Fläche. Glasfaser wäre aber nach unserem Dafürhalten die weit bessere Zielsetzung (insbes. vor dem Hintergrund der massiven Investitionen in GF in unseren Nachbarländern Niederlande, Frankreich, Schweiz sowie in Japan und Südkorea). Und andererseits sind damit die Funkanbieter "weg vom Fenster", es sei denn, es würden 50M je Zelle gelten. Das würde wiederum bedeuten, dass massiv Spektrum frei geschaufelt werden müsste. So groß ist die digitale Dividende auch wieder nicht, es sei denn, jemand hätte neues Spektrum allokiert (am Mond abgeschraubt und heimlich hier angebracht?)
  • Bzgl. der Zielgröße 2010 für den Lückenschluß der unversorgten Gebiete halten wir das für unrealistisch in der Umsetzung. Derzeit gibt es nach unserer Kenntnis zu wenig planungsreife Projektvorhaben (gerade im Bereich der weißen Flecken). Bis 2010 braucht man allein,um die nötigen Planungsarbeiten voran zu treiben (auch wenn vergaberechtlich vieles vereinfacht laufen kann). Die Umsetzung braucht dann sicherlich auch noch etwas Zeit.
  • Bzgl.: Hochleistung: was ist das eigentlich? Ist WLAN Hochleistung? Ist unlizensiertes Spektrum Hochleistung? Oder nur LTE? Ist DSL Hochleistung? Oder nur Glasfaser? - Der Streit wird noch laut und spannend - zumindest für die, die Boxkämpfe mögen.

Wenn wir also ein Fazit ziehen, so sehen wir das berühmte halbvolle Glas. Daran freuen wir uns. Aber wir nehmen uns die Freiheit darauf hinzuweisen, dass es einige Lücken an dieser Stelle des Programms gibt, die noch geschlossen werden müssen - und das schnell. Übrigens fehlt (im Gegensatz zur Automobilindustrie) eine konkrete Zahl, wieviele Mrd. hier fließen sollen (für Autos sind das 1,5 Mrd. €).

Sonntag, 11. Januar 2009

"Glaskarte" für Deutschland

NEU - noch nie dagewesen :-)

Als ein weiteres Ergebnis unserer Recherchearbeit zum Gesamtüberblick der aktuell laufenden FttH-Projekte in Deutschland haben wir eine kleine Karte in Google-Maps angelegt und auf der Navigationsseite des Blogs integriert. Die Landmarks enthalten ein paar Grundinformationen zu den Projekten. Die Farblogik ist (noch) sehr einfach: blau für "normale" Projekte in städtischer Umgebung, grün für Projekte im Ländlichen Raum.

Wer uns sachdienliche Hinweise geben möchte, um die Darstellung zu verbessern, bzw. zu vervollständigen, bitte Kontakt aufnehmen: BLOG at UNSERNETZ punkt DE.

Gesamtüberblick über FttH-Projekte in Deutschland

In den letzten zwei Monaten haben wir an einer Studie gearbeitet, in der wir versuchen, einen Gesamtüberblick über die derzeit in Deutschland laufenden FttH-Projekte zu geben. Bzgl. Niederlande und weiteren europäischen Ländern sind wir noch dabei, Daten zu recherchieren. Mit der Recherche in Deutschland sind wir mittlerweile fertig.

Derzeit arbeiten wir an der Endredaktion des Papiers, aber erste Ergebnisse können wir heute veröffentlichen:
Insgesamt sind derzeit Projekte unterwegs, die ein Gesamtvolumen von über 200 Mio. € umfassen. Es geht also nicht mehr "nur" um kleine Piloten. Insbesondere NetCologne und M-Net haben mittlweile Programme von enormem Umfang gestartet. Aber auch andere Projekte sind nicht zu verachten.

Die Summe der durch diese Projekte erschlossenen Haushalte liegt bei ca. 500.000, bzw. bei ca. 92.000 Gebäuden.
Dabei liegen die Investitionen je Haushalt in einer Spanne von 320 € (NetCologne) und 4.000 (Worpswede, Sacoin), bzw. zwischen 2.230 und 6.700 je Gebäude. Der Mittelwert der Investitionen je Haushalt liegt bei den untersuchten Projekten bei 1.490,- €, bzw. bei 3.060 je Gebäude.

Die Projekte im Ländlichen Raum benötigen ca. das Doppelte bis Dreifache der Investitionen je Haushalt, bzw. Gebäude im vergleich zu Projekten in der Stadt.

Beachtlich sind die - soweit diese veröffentlicht wurden - hohen Penetrationsraten der Projekte: oft über 50%, tlw. nahe 100%. Das bestätigt unsere Philosophie: NUR GLASFASER IST NACHHALTIG - und das wird vom Kunden verstanden!!!

Wir haben auch das Umsatzpotential aller uns bekannten Projekte abgeschätzt. Wir gehen derzeit von einer Spanne zwischen 0,4 und 0,6 Mill. € aus. Dabei unterstellen wir überwiegend Umsätze mit Privatkunden - auch der Tatsache geschuldet, dass es uns (noch?) nicht gelungen ist, Zahlen für angeschlossene Geschäftskunden zu erheben.

Und um das Zahlenmeer ins Verhältnis zum Ozean Gesamtmarkt zu setzen: bzgl. des Umsatzpotentials sprechen wir von 2% des Festnetzmarktes in Deutschland (Wert f. 2008 inkl. PSTN etc.), bzw. von 3,2% des Investitionsvolumens des Gesamt-TK-Marktes in Deutschland (inkl. der Kabelnetzanbieter), wobei wir das Gefühl nicht loswerden, dass dieser Markt sehr schnell wachsen wird.

Wer Interesse an der Studie hat, schickt bitte eine kurze Mail mit dem Stichwort "FttH-Studie D" an blog (at) unsernetz (pUNKt) de. Die Studie erscheint zuerst auch Englisch. Die deutsche Fassung folgt ca. 14 Tage später.

Dienstag, 6. Januar 2009

Organisationsmodelle für Netzgesellschaften

In unseren Beratungsprojekten werden wir oft mit der Aufgabe konfrontiert, Empfehlungen für Organisationsmodelle abzugeben.

Was ist damit gemeint? Wir nehmen in Mandaten, die wir für Gebietskörperschaften wahrnehmen, immer die Position unserer Kunden ein - betrachten die Fragestellung also mit den Augen der Verwaltung, bzw. der Politik, die der Verwaltung die Vorgaben für ihr Handeln setzt. Die nebenstehende Grafik zeigt die Spannweite der Themen, die wir dabei behandeln.

Grundlegend muß in jedem Projekt geklärt werden, welche(s) Ziel(e) die öffentliche Hand erreichen will? Von der Zielsetzung her denkend erst kann man zu passenden Organisationsstrukturen kommen. Steuerliche Fragestellungen (im Sinne der Optimierung) führen dann ggf. zu Änderungen im Detail, können aber nie die grundlegende Ausrichtung bestimmen.
In der Zusammenarbeit mit Gebietskörperschaften bestimmt außer der Zielvorstellung der Gemeinde, bzw. der Gebietskörperschaft die jeweils geltende Gemeindeordnung und die Zusammenarbeit mit der Kommunalaufsicht die Lösung. Dabei ist es auch hilfreich, mit dem jeweiligen Gemeindetag zusammen zu arbeiten. Die Referenten dort können helfen, die passende Lösung mit zu entwickeln und helfen vor allem, die Akzeptanz sicherzustellen.

In den Projekten, in denen es um die Realisierung von Netzinfrastrukturen geht, empfehlen wir in der Regel eine Trennung von Netzbesitz und Netz-Management, bzw. -Betrieb. Unsere Hauptargumente für diese Trennung sind:


  • organisatorische und rechtliche Abbildung des Prinzips des diskriminierungsfreien Netzzugangs

  • größere Transparenz bzgl. Liefer- und Leistungsbeziehungen sowie der Geldflüsse, damit

  • größere Transparenz über die Verwendung etwaiger Fördermittel (relevant für die Akzeptanz der für die Mittelvergabe relevanten Stellen)

  • damit einfachere Steuerbarkeit der Netzbesitz-Gesellschaft

  • Konzentration auf das Wesentliche: die Realisierung alternativer Infrastruktur als öffentliche Einrichtung

Häufig geht es darum, eine GmbH oder auch GmbH & Co. KG zu gründen. Die obigen Gesichtspunkte finden sich später im Gesellschaftervertrag, im Gesellschaftszweck sowie in der Satzung wieder. Hierbei raten wir immer dazu, sich entsprechend juristisch beraten zu lassen! Hier lauern viele, u.a. auch vergaberechtliche Fragestellungen. Wir raten dringend dazu, diese Themen nicht zu vernachlässigen. Gute Rat mag zwar teuer sein - aber er ist u.E. das Geld auch wert.

Samstag, 6. Dezember 2008

VDE-ITG Standardisierung FttH - Update

Im Rahmen der Diskussionen zur Standardisierung von FttH-Netzen sind mittlerweile erste Ergebnisse erarbeitet worden. Die Arbeitsgruppe hat sich im Prinzip über die Elemente im Inhouse-Bereich verständigt, die in einer Ergänzung zur EN 50173 standardisiert werden sollen. Ein erster Entwurf wird im März 2009 vorgestellt. Danach geht es weiter in den entsprechenden Gremien der Cenelec.

Gleichzeitig ist die Arbeitsgruppe weiter gewachsen. Neue Institutionen und Firmen sind dazu gestossen, u.a. auch aus dem benachbarten Ausland (Niederlande, Österreich). So langsam gewinnt die Sache das berühmte "Momentum". Als ein Ergebnis dieser Erweiterung wird sich die Arbeitsgruppe mit einem weiteren Thema beschäftigen: der Standardisierung des Feedernetzes (Zuführungsnetz), bzw. der Entwicklung von Empfehlungen für diese Netzebene.

Ziel ist es, z.B. Gebietskörperschaften eine Grundlage zur Verfügung zu stellen, wie in Neubaugebieten oder bei Sanierungsmaßnahmen Leerrohr-, bzw. Glasfasersystem realisiert werden können. Welche Planungsgrundlagen sollen angewandt werden? Auf was muß man achten, wenn man über solche Infrastruktuelemente nachdenkt? Welche Standards sollte man in einer Ausschreibung als verpflichtende Grundlage aufnehmen?

Es geht aber auch darum, Planern bei Netzbetreibern und Dienstleistern einen gemeinsamen Rahmen an die Hand zu geben, der die spätere Zusammenarbeit erleichtert.

Die erste Sitzung der Arbeitsgruppe findet am 5. Februar in Frankfurt statt. Wer Interesse hat, kann sich z.B. an Kai Seim wenden: kai (at) seim-partner.de.

Weitere Details zum Stand der Arbeiten an Inhousethemen in einem weiteren Posting in den kommen den Tagen.

Sonntag, 30. November 2008

Umfrage - Netztopologien

Verehrte Leser,

wir wüßten gerne, welche Netztopographien Sie bevorzugen, bzw. welche Sie ggf. sogar bereits realisieren. Darum haben wir eine Umfrage gestartet und würden uns freuen, wenn Sie uns antworten. Die Umfrage läuft bis Mitte Dezember. Danach stellen wir das Ergebnis kurz vor.