In Neuseeland und Australien finden derzeit Diskussionen statt über die Förderung neuer GF-Infrastruktur, mit je umgekehrten Vorzeichen. Für die Details der Diskussion sei auf Stephen Davies' Australische FttH Neuigkeiten (in engl. Sprache) verwiesen.
In Neuseeland fordert die ("rechte") Opposition ein steuerfinanziertes Programm, um FttH auszurollen,im Umfang von ca. 1,5 Mrd. Neuseeland $. Das Thema ist Teil des aktuellen Wahlkampfs.Die Opposition wirbt für ihr Prgramm bei den Wählern mit einem ökonomischen Gewinn in Höhe von 2,7 Mrd. Nz$ pro Jahr aufgrund von Produktivitätswachstum. Die regierende Labourparty kritisiert das Programm, das für sie das komplette Gegenteil des aktuellen regulatorischen Regimes darstellt (Trennung des Incumbent und Wettbewerbsstimulierung).
In Australien hat die (Labour-) Regierung eine öffentliche Förderung für ein open access FttH- Netz ausgeschrieben (genannt NBN) - eine 10 Mrd. A$ Investition, mit 5 Mrd. A$ öffentlicher Förderung. Schärfstens kritisiert durch die Opposition.
Wir können die politischen Diskussionen in Neuseeland und Australien aufgrund unserer großen Distanz nicht seriös kommentieren. Uns geht es mit dem Hinweis um etwas anderes. Mit Benoit Felten stimmen wir darin überein, dass die Frage, ob und wie FttH realisiert werden soll, Gegenstand der politischen Debatte geworden ist in beiden Ländern (im Gegensatz zu unserer europäischen Diskussion heute). Wir sind gespannt auf die Entwicklung in Deutschland. Wird z.B. eine Landesregierung, die vor der Wiederwahl steht und dafür Argumente sucht, sich des Themas FttH (Glasfaser ins Haus) annehmen? Mit welchen Konsequenzen? Ein erstes Anzeichen scheint uns die Anfrage der "Linken" zum Thema "Breitband als Universaldienst" zu sein. Wir sind gespannt, wie sich diese Diskussion entwickelt. Auf der lokalen Ebene spüren wir diese Probleme heute schon.
Donnerstag, 8. Mai 2008
Politische Debatte über FttH "Down Under"
Labels:
Förderung,
FttH,
Glasfaser,
Wettbewerb der Standorte
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen