Wir sind sehr davon überzeugt, dass man, bei gründlicher Planung und guter lokaler Unterstützung positive Ergebnisse erwirtschaften kann.
Für größere Verbandsgemeinden (z.B. ca. 12.000 Haushalte + Gewerbebetriebe) mit mehreren, teilweise abgelegenen Teilorten (ca. 10 - 15), einige mit ca. 3.00 - 5.000 Einwohnern, andere mit nur 150 - 300 Einwohnern, können bereits ab einer Marktpenetration über 40% operativ positive Ergebnisse erwirtschaftt werden. Abhängig vom Kapitalbedarf und insbesondere den Finanzierungskonditionen können solche Netze in ca. 12 - 15 Jahren komplett "bezahlt" sein, bei monatlichen Anschlußkosten, die zwar am oberen Ende des Preisspektrums liegen, jedoch nicht darüber. Für kleinere Gemeinden (ca. 1.000 - 1.500 Haushalte) dauert die Refinanzierung ggf. etwas länger, aber auch hier es möglich, positive Businesscases zu realisieren.
In beiden Fällen hilft natürlich eine Anschubfinanzierung durch die öffentliche Hand, die aber innerhalb eines überschaubaren Zeitraums (ca. 3 Jahre) zurück gezahlt werden kann. Alternativ: im Vergleich höhere Einmalzahlungen beim Anschluß (die den hohen "Kapitalberg" reduzieren helfen).
Warum? "Auf dem Dorf" ist das Bauen in der Regel preiswerter möglich. In der Stadt sind die baulichen Auflagen oft strenger:
- z.B. ist in einigen Städten nur der Einsatz "zertifizierter" Unternehmen möglich,
- gibt es (nachvollziehbar, um nicht missverstanden zu werden) strengere Auflagen hinsichtlich Schutzmaßnahmen etc.,
- ist der Straßenkörper "enger verbaut" mit bestehender Infrastruktur, auf die Rücksicht genommen werden muß,
- sind alternative Bautechniken seltener einsetzbar.
All das setzt natürlich nicht die Regeln der Ökonomie ausser Kraft, die bestimmt sind durch die Anzahl erreichbarer Kunden in der Fläche (die in der Stadt ein vielfaches der auf dem Lande ist). Aber der Nachteil ist u.E. kleiner, als die meisten denken.
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