Samstag, 26. April 2008

DSL - R.I.P



Unter dem Obertitel "Breitband - tot oder lebendig?" hat das Telco-Team der WestLB eine lesenswerte Studie zum deutschen Breitbandmarkt veröffentlicht. Der DSL-Grabstein provoziert und erheitert gleichermaßen, bringt aber unseres Erachtens das Problem auf den Punkt:

Durch das ungebrochene Bandbreitenwachstum in den Accessnetzen wird die DSL-Infrastruktur in den nächsten Jahren an ihre physikalischen Grenzen stoßen.

Die WestLB prognostiziert 2009 als Zeitpunkt (mit all den nötigen Einschränkungen).

Wir teilen nicht jede Aussage der Studie, sind aber der Ansicht, dass das Team der West LB es (wieder einmal) geschafft hat, einen detaillierten und auch sehr vollständigen Überblick über den Markt in Deutschland zu geben. Betrachtet werden Netzbetreiber wie auch (börsennotierte) Equipmenthersteller - und der internationale Vergleich kommt dabei nicht zu kurz.

Wer mehr wissen möchte, sei auf Herrn Langer verwiesen (thomas-punkt-langer-at-westlb-punkt-de - diese Schreibweise bitte manuell übertragen. Wir wehren uns so gegen spambots).

Für uns ist folgendes wichtig: mit dieser Studie dokumentiert ein neutraler Marktteilnehmer, dass die heute überwiegend eingesetzte DSL-Technik am Ende ihres Lebenszyklus' angelangt ist. Gleichzeitig werden dort Geschäftsmodelle behandelt zur Finanzierung neuer Infrastrukturen, insbesondere open access. Insbesondere hier sehen wir noch erheblichen Diskussionsbedarf. Aber zumindest hat jemand in Deutschland diese Diskussion begonnen.

Bei der Behandlung von Geschäftsmodellen wird deutlich: die WestLB sieht (und da sind wir derselben Auffassung) insbesondere die Städte und Gemeinden als die eigentlichen Treiber bei der Modernisierung der TK-Infrastruktur. Die Gemeinden sind aktuell die Einzigen, die ein Interesse an moderner TK-Infrastruktur formulieren und begründen können. Die Versorgungsprobleme werden jeweils lokal konkrekt. Im Gewerbegebiet von Neuenxyz bekommt man ab einer bestimmten Hausnummer der Gavwxyzer Straße keine vernünftige Breitbandversorgung mehr. Von daher ist es für uns sehr klar: die Lösung wird dieses Mal "von unten" kommen, hoffentlich bald mit Hilfe "von oben".

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hello ,

We, Roel de Vries and Melany Vossen, are students at the university of Avans in the Netherlands. We are finishing our last year of our degree Management, Economics & Law in the Netherlands. Our final report is about the latest trends and developments(-/+ 5 year) of the FttH-market in the following countries: Netherlands, Germany, Sweden, Denmark, Norway and Finland. The articles, research rapports, presentations we found on the internet have been a help to the knowledge we developed about the Ftth-market. However the information we found is to general, not complete or become to absolete to use for our Final report. That’s the reason why we have some questions about the German Ftth marked and the articles on this forum.

-We noticed that there are only 4 Ftth projects in Germany (hamburg, koln, Schwerte, munchen). If you compare that with other European countries (Netherlands, Denmark Sweden, France) Germany is laying behind.
Can you describe some reasons why the German FttH rollout is laying behind in germany?

-Are there any other public statements of Ftth rollouts in other cities in Germany?

-Can you tell me something about the ‘closed’ networks in Germany (what’s the reason they are closed, Is this going to change in the future)

-who are the German civil workers?(the companies who are digging the holes en putting the cables into the ground)

If you can provide us other tips /contacts we would be very grateful!

Thank you very much!

Ps; We have written this email in English because our German communication skills are really bad. If you are able to give us an answer we don’t mind wish language you want to use.

Yours sincerely,

Melany vossen and Roel de vries

Roel91@hotmail.com